Startschwierigkeiten

oder die Sache mit dem fehlenden Schlüssel….

Die Abfahrt verzögerte sich. Wie zu erwarten war. Angepeilt war irgendwann ein Start am Donnerstag um 15:00 Uhr in Ludwigsburg. Nachdem 10:00 Uhr schon nicht mehr zu halten war, weil Bernd seinen Autoschlüssel verbummelt hat. Glücklicherweise hatte ich ihm meinen in Buchholz gelassen, sonst wäre er nicht einmal bis Ludwigsburg gekommen.

Nach unnützer Schlüsselsuche erfolgte die Ankunft mit ordentlich Verspätung. Allerdings mussten wir das Zuhause für die nächsten Tage erstmal vollständig entkernen um unser Zeug vernünftig im Kofferraum und auf dem Dach unterbringen zu können. Leider hatte ich erst danach Zeit mir Gedanken über die Klamottenauswahl für die Tour zu machen. Somit verschob sich der Start nochmals. In Hektik seine Klamotten für eine solche Tour zu packen ist sicher nicht die beste Variante, man kann da ja schon mal was vergessen…

Abgesehen von der Hektik mussten wir leider feststellen, dass die final gepackten Reisetaschen nicht mehr in den Kofferraum passen. Also, alle Klamotten raus und in schicke 80er Jahre Koffer mit den perfekten Außenmaßen umgepackt. Gut wenn man so etwas noch im Keller hat. 🙂

Wenigstens haben kurz bevor die Rezeption in den Feierabend geht im Hostel angerufen und nach dem Türcode gefragt. Bis 19:00 Uhr in Hamburg aufzuschlagen war jetzt definitiv nicht mehr möglich. Ohne Türcode kein Zimmer und ohne Zimmer eben nur der Parkplatz. Die Dame war zwar sehr freundlich, doch überaus erstaunt über unser Bitten nach dem Code und unsere angekündigte Anreise: ‚Da habe ich wohl etwas übersehen!‘ Dieses Problem konnte nach dem ersten Schreck wenigstens schnell behoben werden.

Auf dem Weg in die Hansestadt haben wir noch einen kurzen Zwischenstopp bei Gerd in der Rosine eingelegt um Zutaten für ein künftiges Baltic-Sea-Circle Bier einzuladen. Da wir keine wirkliche Kühlmöglichkeit an Bord eingeplant haben, hat Gerd den Hopfen und das Malz mehrfach vakuumisiert, in Alufolie eingeschlagen und nochmal eingeschweißt. Sieht jetzt halt irgendwie nicht mehr zwingend nach Hopfen und Malz aus und könnte vielleicht an den Grenzen noch problematisch werden….

Kurz nach Heilbronn wurde dann auf einem öffentlichen Fernfahrer-Freiluft-Urinal ein Zwischenstopp eingelegt. Der ohrenbetäubende Lärm aus dem Motorraum war kaum zu ertragen und der wahnwitzige Brandgeruch, ließ uns leider keine andere Wahl.

Die Karre fackelte nicht ab! Es war nur die Schutzummantelung der Zündkabel und ein Aufkleber die meinten sie müssten den Aggregatzustand ändern und so eine olfaktorische Fehlinterpretation auslösen. Problem zwei ließ sich leider nicht beheben, egal wie lange wir uns auch in der Truckerpisse wälzten. Der Unterfahrschutz stand am Abgaskrümmer an (das hat er doch noch nie gemacht…) und verursachte ohrenbetäubende Schallemissionen, die wir leider bis Hamburg ertragen mussten.

Ankunft in HH gegen 02:30 Uhr. Todmüde, aber wenigstens mit einem Schlüssel!

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